Erläuterungen zum Leinepegel

Der nächstgelegene Leinepegel befindet sich im Norden Hannovers im Stadtteil Herrenhausen. Für die Interpretation der Messwerte ist zu beachten, dass der Messort im Unterwasser des Leinewehrs in Limmer liegt und somit nur ein indirekter Zusammenhang zum Wasserstand im Ruderrevier besteht. Letzterer wird durch das Zusammenspiel der verschiedenen Wehranlagen um Hannover künstlich reguliert, so dass Hochwasser geringer ausfallen und  die Leine auch im Sommer schiffbar ist.

Insbesondere in der Hochwasserzeit ist allerdings eine hohe Übereinstimmung zwischen Situation am Bootshaus und gemessenem Wasserstand erkennbar. Das erreichen der offiziellen Hochwassermarken ist auf den Steg des DRC übertragbar. Im Allgemeinen gilt, dass bei erreichen der ersten Hochwassermarke (M_I = 380cm) mit erhöhter Strömung und vermehrten Aufkommen von Treibgut zu rechnen ist. Ausfahrten in Renn- und Kleinbooten sollten nur durch erfahrene Mannschaften und unter besonderer Abwägung der Risiken angetreten werden. Im Bereich der zweiten Hochwassermarke (M_II = 420cm) treten Ihme und Leine über die Ufer, im Randbereich der Flüsse entstehen Untiefen. In Verbindung mit der starken Strömung bedeutet dies eine große Gefahr für Ruderer. Die Stege sind (fast) nicht mehr trockenen Fußes erreichbar. Für Ausfahrten bei steigendem Wasserstand besteht das Risiko, dass der Steg bei der Rückkehr vollständig vom Wasser umschlossen ist.

Je nach Prognose wird der Ruderbetrieb zwischen der zweiten und dritten Hochwassermarke (M_III = 480cm) durch den Vorstand offiziell eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt sind jegliche Ausfahrten bis auf weiteres untersagt.