Von Simon Colin
Nichts für Langschläfer*innen: Abfahrt unserer Reisegruppe in unsere französische Partnerstadt zur Regatta Défi-Seine war Freitagmorgen um 4:45 Uhr am DRC. Sehr vorsichtig und ungeblitzt ging es durch Holland und Belgien nach Rouen. Dort angekommen, gab es zur Begrüßung erstmal standesgemäß ein leckeres Kronenburg. Anschließend ging es zur Probefahrt mit den vom Club CNA zur Verfügung gestellten Leihbooten auf das fremde und anspruchsvolle Tieden-Gewässer mit viel Strömung, Wind, Wellen und Untiefen.

Die DRC-Crew mit der Stadt-Silhouette von Rouen (v.l.n.r.): Markus, Sush, Tobias, Andreas, Fabian, Maike, Philipp, Till, Bernd, Klaus und Steffen. (Mit dabei, aber nicht auf dem Foto: Simon, Felix und Rainer)
Nach dem Training fuhren wir einen kleinen Umweg durch den Intermarché, um lokale Kost zu kaufen. Leider wollte niemand die leckere Rinderzunge, die gerade im Angebot war. Es folgte ein gemeinsames Abendessen im Restaurant und die Fahrt in unsere sehr ländliche Hotel-Unterkunft im Funkloch, die uns CNA-Präsident Nicolas Petit freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Der Regattamorgen begann mit einem sehr großzügigen Frühstück von der Mutter des Präsidenten mit selbstgebackenem Kuchen, Käse, Brot, Marmelade… Wir Deutschen bestehen darauf, den Bodensatz im selbstgepressten Apfelsaft zu trinken. Wider der Empfehlung von unserer Gastgeberin…
Am Regattatag gab es viel Sonne, aber auch eiskalten Wind. Défi-Seine im Winter – etwas ungewohnt, denn sonst war die Regatta immer im Herbst. Viel Regen stromaufwärts um Paris und dort geöffnete Rückhalte-Speicher sorgten für viel Wasser und Wellen in der Seine. Aber zehn Motorboote an den wichtigen Punkten der Strecke sowie Seenotrettung mit Tauchern sorgten für die Sicherheit. Und als kurz vor dem Start mit Hilfe eines fluchenden Franzosen noch eine Schraube am Boot gewechselt werden konnte, ging es los. Ein Rundkurs: An der einen Seite der Seine-Insel hoch, dann an der anderen runter. Vier Kilometer mit und zwei gegen die Strömung – nach einer Wende um eine Boje. Die Boote starteten im Minutentakt.

Trotz der anspruchsvollen Bedingungen lief es gut: Am Ende Platz drei von drei für den Achter und Platz drei von fünf für den Vierer. Die gastgebenden Franzosen waren eindeutig in besserer Frühform.

Nach der Regatta gab es zur Stärkung im CNA-Bootshaus Kuchen und Crêpes mit selbstgemachtem salzigen Butter-Caramel und Bier und bei der Siegerehrung noch ein Paar Worte des Dankes an unsere Gastgeber, insbesondere an Nicolas Petit (Foto unten rechts mit rotem Shirt).


Dann starteten wir zur Seightseeing-Stadttour und einem Abendessen mit unseren Gastgebern, bei dem wir Bernd in den regionalen TV-Nachrichten zuguckten. Und mit etwas Mühe konnten wir den Franzosen erklären, dass unsere vegane Steuerfrau keine Fleischsoße auf ihre Nudeln haben möchte. Am Abreisetag gab es nochmal ein hervorragendes französisches Frühstück – und auf dem Heimweg einen obligatorischen Zwischenstopp im Weinladen.
C‘ était super! Merci beaucoup et à bientôt à Hannovre!
