Wie Frauke den Doppelvierer anschieben will Richtung Amsterdam


Nach der silbernen Generalprobe bei der EM in Varese sind es noch drei Wochen bis zum Start der Ruder-WM in Amsterdam: Jetzt wird im deutschen Doppelvierer mit unserer Top-Ruderin Frauke Hundeling auf Schlag (oben l.), Johanna Debus (Offenbach), Juliane Farralisch (Frankfurt) und Maren Völz (Potsdam) heiß diskutiert, wer wohl in der niederländischen Metropole noch ein Wörtchen mitreden wird bei WM-Medaillenvergabe.
Nach Amsterdam schicken 14 Nationen ihre Doppelvierer. Zu den frisch gebackenen Europa-Meisterinnen aus der Schweiz, den zuletzt starken Rumäninnen, den Weltcupsiegerinnen aus Großbritannien und den traditionell schnellen Niederländerinnen – diesmal sogar mit Heimvorteil – gesellen sich auf der Bosbaan die USA, China, Kanada, Australien und Neuseeland. „Vor allem die USA sind ein Brett“, sagt Frauke voraus. Die US-Girls sind schnell, aber für Frauke und Co. noch eine unbekannte Größe: Sie triumphierten beim zweiten Weltcup in Plovdiv im Juni, bei dem die deutschen Frauen fehlten.
In dem morgen beginnenden zweiwöchigen Trainingslager in Ratzeburg will Schlagfrau Frauke mit ihren drei Mitstreiterinnen das Boot noch einmal gemeinsam anschieben in Richtung WM-Finale: „Wir werden alles üben – vom Start bis zum Endspurt“, kündigt die 31-jährige Taktgeberin an.
Inzwischen steht auch fest, dass der deutsche Mixed-Achter in Amsterdam in derselben Formationen an den Start geht wie zuletzt beim EM-Silber in Varese – und damit weider mit Frauke auf der Position vier. In Amsterdam werden am Abschlusstag der Welttitelkämpfe Mixed-Teams aus sechs Nationen an den Start gehen. In dieser jungen WM-Bootsklasse, die 2028 erstmals olympisch ausgefahren wird, dürfen nur Athlet*innen starten, die an den Vortagen bereits in anderen WM-Bootsklassen gerudert sind.

Ab morgen im Trainings-Outfit in Ratzeburg unterwegs: Unsere Frauke Hundeling.

Fotos: Detlev Seyb

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