Wir trauern um einen „guten Zweier“

Für viele war er einfach „unser Holländer“ im DRC. Hendrik Jansen stieß erst spät dazu zu unserer Clubfamilie: Mit 63 Jahren trat der in Bergen op Zoom in den Niederlanden geborene Blondschopf in unseren Club ein. Er war damals bereits erfahrener Ruderer, der unseren schönen Sport in seiner Heimat kennengelernt und dann bei seinen beruflichen Stationen in Deutschland als diplomierter Anlagenbauer weiter ausgebübt hatte. Im DRC war er regelmäßig mit den Sonntagsruderern aktiv, nahm an zahlreichen Wanderfahrten, Ausflügen, am Nikolausrudern sowie an den Veranstaltungen unseres Förderkreises teil.
In unseren Förderkreis trat auch seine Lebensgefährtin Edith Richter ein, die den Rudersport nur vom Zusehen kannte; wegen der Liebe war Hendrik Jansen 2004 nach Hannover gekommen. Die beiden seien „ein guter Zweier“, wie Hendrik Jansen bei einer Förderkreis-Veranstaltung in Anspielung auf die Partnerschaft einmal etwas verschmitzt anmerkte. Sein etwas hintergründiger Humor, unterlegt mit seinem niederländischen Akzent, sorgte oft für ein Schmunzeln oder ein Lachen im Bootshaus. Hier und da war Hendrik aber auch „ein Mann mit Ecken und Kanten“, erinnern sich seine Sonntags-Mitruderer.
Die schwere Krankheit seiner Edith, ihre Pflege und ihr Schutz hinderten Hendrik Jansen seit Beginn der Coronavirus-Pandemie, am Rudern teilzunehmen. Nur noch selten war er im Bootshaus. Bei seinem letzten Besuch im DRC im vergangenen Spätsommer berichtete er unter Tränen, dass es seiner Edith gesundheitlich sehr schlecht gehe und dass sie in in einem Hospiz gepflegt würde.
Hendrik Jansen ist vergangenen Freitag im Alter von 79 Jahren zuhause verstorben. Nur wenig später folgte ihm seine Edith. Wir trauern um einen „guten Zweier“, zwei aktive, spendable Förderer des DRC, um Edith Richter und „unseren Holländer“ und DRC-Mitglied Hendrik Jansen. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Clubflaggen am DRC-Bootshaus wehen auf Halbmast.
Deutscher Ruder-Club von 1884 e.V.
Der Vorstand

Edith Richter und Hendrik Jansen 2017 bei einem Besuch des Förderkreises im Landesmuseum.

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