U23-WM Plovdiv: In der Endabrechnung kommt Paul auf Platz zehn, Caro auf Platz vier ins Ziel

Paul Peter startete heute morgen im B-Finale der U23-WM. Zu Beginn des Rennens konnte der Doppelvierer mit Bugmann Paul noch mithalten und nach 500 Metern sogar das Feld anführen. Dann aber musste das Team – geschwächt durch einen Magen-Darm-Virus – die Spitze abreißen lassen und kam am Ende auf Rang vier (Gesamtrang zehn) ins Ziel. Von Krankheit verschont blieb der leichte Frauen-Doppelzweier von DRC-Trainer Thorsten Zimmer: DRC-Ruderin Caroline Meyer (Heimatverein Treviris Trier) startete verhalten in das Finale, konnte aber über die Strecke ordentlich zulegen und erreichte am Ende einen guten Rang vier. Die Beiden sorgten damit für das beste Kleinboot-Ergebnis für den DRV in Plovdiv. Thorsten war zufrieden: „Wir konnten am Ende das Boot aus Kanada und die Spanierinnen hinter uns lassen, was uns in den Vorrennen nicht gelungen war. Gerade auf der zweiten Streckenhälfte haben wir alles versucht, an die Medaillenränge noch heranzukommen, mussten uns aber geschlagen geben. Trotzdem bin ich mit dem Rennverlauf zufrieden“.

Das Gesamtergebnis des Deutschen Ruder-Verband (DRV) blieb mit drei Bronzemedaillen hinter den Erwartungen zurück. Die Mannschaft wurde aufgrund eines grassierenden Virus geschwächt, zwei Boote mussten aus gesundheitlichen Gründen sogar abgemeldet werden. Allerdings bliebt auch festzuhalten, dass sich die internationale Ruderkonkurrenz stark und überzeugend präsentiert hat. Die Medaillen wurden auf eine erfreulich hohe Zahl an Nationen verteilt. Unter anderem konnten Brasilien und Chile eine Goldmedaille einfahren, das indonesisches Ruderteam gewann erstmals eine internationale Medaille. Es wird also in Zukunft mit mehr Nationen zu rechnen sein, die wettkampffähige Mannschaften auf internationale Meisterschaften senden. Den Medaillenspiegel führt Italien vor den Niederlanden und Großbritannien an. Auch Kanada, unter anderem mit Trainerin und DRC-Mitglied Michelle Darvill, ist unter den „top five“ zu finden. Der DRV rangiert auf Platz 21. Es bleibt abzuwarten, welche Schlüsse aus dem Abschneiden der deutschen Mannschaft für die Zukunft gezogen werden. Ein Virus in der Mannschaft hin oder her, der Deutsche Ruderverband sollte offen für eine kritische Auseinandersetzung und ggfs. offen für neue Wege sein, um in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben.

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