Brügge – Beginn und Ende der Regattasaison 2020?

Es war die „gute, alte Zeit“ vor dem Coronavirus. Was für ein stürmischer Saisonauftakt in Brügge, dachten alle am 29. Februar und am 1. März dieses Jahres. Keiner unserer antretenden Ruderinnnen und Ruderer ahnte damals vor wenigen Wochen, dass die sportliche Reise nach Belgien nicht nur der Beginn, sondern möglicherweise auch schon das Ende der Regattasaison 2020 markieren sollte. Unser Masters-Ruderer Philipp Thom fast das sportliche Geschehen und die Wetterkapriolen zusammen:

Schon fast traditionell beginnt die Rudersaison für die ambitionierten Mastersruderer (Foto oben), dieses Jahr wieder prominent durch unseren Henley-Vierer verstärkt, in Brügge. Einiges hatten sich die Sportlerinnen und Sportler für das Wochenende vorgenommen: Nach drei Achterrennen am Samstag (ein DRC Masters C Achter, eine Mixed Masters Achter aus Sportlerinnen und Sportlern von DRC, RVL und HRC und ein Seniorenachter aus Sportlern von DRC und Angaria) sollte es am Sonntag noch in die Vierer gehen um das Regattawochenende optimal zu nutzen.So ging es am Samstag voller Tatendrang an die Strecke, doch schnell machte sich Ernüchterung breit. Schon bei Ankunft war zu sehen, dass die bereits gewasserten Achter wieder anlegten. Beim Rausheben gab es dann für etliche Ruderer eine kalte Dusche, offensichtlich war erheblich Wasser in die Boote geschlagen.
Schnell stellte sich dann heraus, dass der stark böige Wind dieses Jahr besonders ungünstig in den „Waggelwater“ Kanal blies und die Strecke somit absolut nicht ruderbar war. Nach quälenden zwei Stunden warten, die Regattaleitung hoffte offenbar auf nachlassende Winde, war dann für den Samstag klar: Keine Regatta. Laut Aussage der Veranstalter das erste Mal in 26 Jahren. Die Regattaleitung war aber sofort bemüht, allen angereisten Mannschaften ein Rennerlebnis zu ermöglichen und so war am Abend klar: Wenn die Strecke am Sonntag ruderbar sein sollte, würden die verbleibenden Achter vor den Kleinbooten gestartet. Der Blick auf das Wasser bei Ankunft an der Regattastrecke am Sonntagmorgen verschaffte sofort Gewissheit: Spiegelglattes Wasser, trotz weiterhin böigem Wind. Heute kann gerudert werden. Und so ging es Schlag auf Schlag für die hannoverschen Ruderinnen und Ruderer. Als erstes ging der Mixed-Masters-Achter (Foto unten) auf die Strecke, fuhr ein ordentliches Rennen und konnte sich in der Masters-Gesamtwertung am Ende über einen starken zweiten Platz freuen.


Als nächstes folgte der DRC-Masters-C-Achter (Foto oben), der auf Platz vier in der Masters-Wertung fuhr, ein Rennverlauf mit dem alle an Bord zufrieden waren. Gegen Mittag gingen dann die Vierer auf das Wasser und waren ebenfalls sehr erfolgreich. Platz eins für unseren Henley Vierer, Platz eins im Studentenvierer für ein Boot der Rudergemeinschaft Angaria und Platz vier in der Masterwertung für den Frauenvierer von Angaria. So nahm ein Wochenende doch noch einen guten Ausgang, dass zunächst vom Winde verweht zu werden drohte.Fazit Brügge: Wetter schlecht, Bier gut, Würstchen gut, Kaffee zu teuer, Stadt schön, wir kommen wieder!

Unser Henley-Vierer m. St. gewann die Vierer-Wertung.

Text: Philipp Thom
Fotos: Steffen Meyer

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