Richtiges Verhalten im Ruderboot bei Gewitter

Ruderausfahrten bei Gewitter können bedrohlich werden und sind deshalb laut unserer Ruderordnung verboten. Auf einer Wasserfläche ist die Gefahr eines Blitzschlags höher. Wichtig ist, schon vor Fahrtantritt die Wetterlage richtig einzuschätzen und bei einem aufziehenden Gewitter gar nicht erst abzulegen. Ein prüfender Blick auf eine der herkömmlichen Wetter-Apps auf dem Smartphone lohnt sich also. Im elektronischen Fahrtenbuch efa kann man sich im DRC zusätzlich vor Fahrtbeginn das aktuelle Geschehen am Himmel anzeigen lassen.
Aber wie verhalte ich mich richtig, wenn ich bereits mit dem Boot auf Ihme und Leine unterwegs bin und ein Gewitter mich überrascht?
Bei akuter Gewittergefahr sofort zum DRC-Steg zurückkehren und anlegen, bei Blitz und Donner in unmittelbarer Nähe so weit wie möglich „unter Land“ rudern. Zurück am DRC das Boot aus dem Wasser nehmen und den Steg frei machen.
Sollten sich Blitz und Donner genau „über dem Boot“ austoben und eine Rückkehr zum DRC zu gefährlich sein, dann mit dem Boot Schutz suchen unter einer der breiten Brücken über Ihme und Leine
  oder
 den nächstgelegenen Steg bei der Rugm. Angaria oder beim RV Linden ansteuern und dort anlegen.

Wichtig bei solchen „Notall-Anlege-Manövern“ an Ruderstegen: Nach dem Anlegen und Aussteigen immer die Boote aus dem Wasser nehmen – auch bei Regen. Trotz der meist aufkommenden Hektik müssen die Bootsstege immer freigemacht werden, damit auch noch nachfolgende Boote am Steg anlegen können, die sich möglicherweise ebenso in Gefahr befinden.

Bei Wanderfahrten auf fremden Gewässern gilt bei Gewitter:
 den nächstgelegten Anlegemöglichkeiten ansteuern und anlegen
wenn dazu keine Zeit mehr ist: insbesondere auf Seen die offene Wasserfläche verlassen und möglichst dicht ans Ufer heran fahren

 

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