So will unsere Vize-Europameisterin Frauke ihr Olympia-Ticket lösen


Selbst eingefleischte Ruderexpert*innen rätselten am vergangenen Sonntag auf der Pressetribüne in Poznañ nach der EM-Silber-Fahrt des Frauen-Achters mit unserer Frauke Hundeling: Wie lange es her, dass ein deutscher Frauen-Achter bei internationalen Titelkämpfen auf dem Siegerpodest stand? Schließlich einigten sich die Journalist*innen darauf, dass ein solcher Erfolg ziemlich lang her sein muss – mindestens zehn Jahre. Dementsprechend groß war die Freude auch bei unserer Frauke und ihren acht Mitstreiterinnen. „Unser Plan ist voll aufgegangenen“, jubelte Frauke nach dem Anlagen am Siegersteg. „Wir sind wieder dran an der internationalen Konkurrenz. Jetzt haben wir eine realistische Chance bei der Nach-Qualifikationsregatta in Luzern im Mai das Olympia-Ticket lösen zu können“, erklärt unsere 25-jährige Top-Ruderin. „Und diese Chance werden wir auch nutzen“, so Frauke selbstbewusst.

Mehr Erfahrung im Boot
Erfolgsschmied ist DRV-Bundestrainer Tom Morris, dem es binnen 18 Monaten gelang, dem dahin dümpelnden Riemen-Frauen-Bereich neuen Schwung zu geben. „Wir besprechen viel Technik und Taktik miteinander und Tom gibt uns Selbstvertrauen“, erklärt Frauke. Nicht ganz unwesentlich zum Erfgolg beigetragen hat aber auch Morris‘  Zusammensetzung des Teams. Mit der Dortmunderin Tabea Schendekehl auf der Schlagposition sowie Marie-Cathérine Arnold vom HRC auf dem Schlagübernahmeplatz rudert der Achter nicht nur deutlich kraft-, sondern auch deutlich taktvoller und gemeidiger. Mit der Schlagfrau sowie mit den beiden Hannoveranerinnen Marie und Frauke sind mindestens drei physisch äußerst starke und dazu noch erfahrene Ruderinnnen im Heck des Großbootes versammelt und sorgen für „Betrieb“ in dessen „Maschinenraum“.

Deutliche Verbesserung zum Vorjahr

Für Frauke und Marie, die beide ursprünglich aus der Skull-Mannschaft kommen, war der Wechsel zur Riemen-Disziplin nicht immer leicht. In der Saison 2019 kam der Achter nicht in Schwung, rudete bei der WM abgeschlagen nur auf Platz zehn, verpasste die direkte Qualifikation für Tokio damit mehr als deutlich. „Unser Achterrudern in den vergangeben Monaten ist aber überhaupt nicht mehr mit dem zu vergleichen wie es sich im vergangenen Jahr angefühlt hat“, findet Frauke. Und das sei erst der Anfang. „Die EM war nur ein Zwischenschritt. Unser Ziel ist die Qualifikationsregatta in Luzern. Da wollen wir dann die absolute Top-Leistung abrufen“, sagt Frauke. Im Mai sollen auf dem „Göttersee“ in der Schweiz die letzten beiden Tokio-Tickets für den Frauen-Achter vergeben werden. Die Gegnerinnen in diesem Wettbewerb werden aller Voraussicht nach heißen: Rumanien, Niederlande, China und der DRV-Achter. Unser Heimtrainer Thorsten Zimmer: „Wichtig war, dass der Frauen-Achter zu diesem Zeitpunkt auf Schlagdistanz wieder dran ist an der internationalen Spitze“.
Drücken wir unserer Frauke die Daumen auf viele weitere Erfolge, die Nachqualifikation für Tokio und für die Gesundheit!

Neun Vize-Europameisterinnen im Achter, unsere Frauke knieend vorn in der Mitte

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