Von Hannover über Köln nach Tokio – das sind unsere sportlichen Ziele in 2019

Linz, Sarasota und Tokio – das sind die Reise-Ziele unserer international startenden Leistungssportlerinnen und -sportler für das Jahr 2019. Viel Trainingseifer und Schweiß wird in den kommenden Wochen und Monaten nötig sein, damit unsere Asse die drei Austragungsorte für die Weltmeisterschaften in der oberöstereichischen Landeshauptstadt, in Floridas Golfküsten-Badeort oder in der Metropole Japans auch tatsächlich auch erreichen. Anfeuern und bei den Erfolgen unserer Club-Stars, sie unterstützen und dabei sein können wir  – als Fans im DRC Hannover und vor Ort bei den Regatten. Einige der sportlichen Brennpunkte lassen sich schnell und einfach erreichen. Hier die Jahresvorschau für diejenigen, die sich den ein oder anderen Regattatermin notieren wollen, um als Zuschauerin oder Zuschauer dabei zu sein:

Los geht`s vor heimischer Kulisse am 19. Januar bei unserem ErgoCup Hannover, inzwischen Nordeutschlands größter Hallen-Ruder-Wettbewerb auf dem Ergometer im Zentrum für Hochschulsport am Moritzwinkel. Fast die gesamte hannoversche Ruderszene wird am Start sein. Unsere EM- und WM-Ruderinnen Carlotta Nwajide und Frauke Hundeling fehlen allerdings, denn die Beiden sind im Trainingslager mit der Frauen-Skull-Nationalmannschaft.
Nach vielen weiteren winterlichen Ergo-Messfahrten, Trainingslagern und Langstreckentests stehen dann für alle vom 12. bis 14. April in Köln-Fühlingen die Deutschen Kleinboot-Meisterschaften und der Frühtest der Juniorinnen und Junioren und damit der Wasser-Saisonauftakt über die olympische 2.000-Meter-Distanz auf dem Programm. Köln ist auch von Hannover aus immer eine Reise wert und lässt sich binnen drei Stunden erreichen.

Kurztrips gleich „um die Ecke“ in Europa

Nur wenige Wochen später gibt es vom 17. bis 19. Mai bei den U19-Junioren-Europameisterschaften in Essen auf dem nur zweieinhalb Stunden von Hannover entfernten Baldeney-See die erste internationale Meisterschaft zu bestaunen. So kurz nach dem Saisonauftakt werden viele EM-Besatzungen vor allem in den Groß- und Mittelboote zunächst testweise ausprobiert in Hinblick auf die U19-WM im August in Japan. Unsere letztjährigen WM-Ruderer Aaron Erfanian, Ryan Smith und Leon Knaack dürften aber aufgrund ihrer Erfahrung gute Chancen haben, in Essen dabei zu sein. Vorausgesetzt natürlich, die Drei können ihre guten Leistungen im Frühjahr erneut abrufen und ihren Erfolgskurs fortsetzen.

Ryan Smith, Aaron Erfanian, Leon Knaack, v.l.n.r. (Archivfoto: DRV/Schwier)

Der malerisch gelegene Rotsee im schweizerischen Luzern ist vom 31. Mai bis 2. Juni Kulisse für die Europameisterschaften. Als „Zwischenstation“ auf dem Weg zur WM im Spätsommer in Österreich dürfte Luzern erklärter „Zwischenziel-Wettkampf“ für Julius Peschel, Carlotta Nwajide und Frauke Hundeling sein. Wenn – wie schon bei unseren Junioren hervorgehoben – deren Vorleistungen bei den vorausgegangenen Leistungstests herausragend werden oder bleiben und die „Boots-Besetzungspolitik“ der Bundestrainer entsprechend ausfällt. Luzern lässt sich dank der guten ICE-Verbindung binnen sieben Stunden von Hannover aus erreichen, und Luzerns pittoreske Altstadt, der Hausberg Pilatus sowie der Vierwaldstätter See bieten dazu viele Gegelenheiten für einen erlebnisreichen Kurztrip in die Alpen.
Da Luzern als EM-Austragungsort damit die internationale Ruder-Familie bereits einmal beherbergt, findet das Weltcup-Finale 2019 ausnahmsweise nicht auf dem Rotsee statt, sondern vom 14. bis 16. Juli im drei Autostunden entfernt von Hannover gelegenem in Rotterdam in den Niederlanden. Bei der Welt-Cup-Serie dabei zu sein, hoffen natürlich Carlotta, Frauke und Julius.Weltcup Nummer eins findet vom 10. bis 12. Mai im bulgarischen Plovdiv statt, der zweite Weltcup wird vom 21. bis 23. Juni in Poznan (Polen) ausgefahren.

Attraktive Ziele in Übersee

Zielwettkampf für Malte Engelbracht und Lena Osterkamp sind vom 24. bis 28. Juli die U23-Weltmeisterschaften in Sarasota (Florida, USA). Aber auch für die Beiden gilt: Erst müssen sich im Vorfeld die entsprechenden Leistungen und Ergebnisse einstellen und die Nominierungshürden genommen werden.

Malte Engelbracht, Lena Osterkamp (Archivfoto)

Traditionell ist die U19-Weltmeisterschaft im vorolympischen Jahr die Testregatta für die Olympischen Spiele, um Abläufe und Zeitpläne auszuprobieren und den OK-Helferstab fit zu machen. Und so ist es auch in diesem Olympia-Zyklus: Die Junioren-WM vom 7. bis 11. August 2019 wird auf der Olympiastrecke der Spiele von Tokio im Folgejahr ausgefahren. Abhängig vom Saisonverlauf ist das der erklärte Zielwettkampf für unsere Nachwuchs-Asse Aaron Erfanian, Ryan Smith und Leon Knaack, die bis dahin aber nicht nur ihr Abitur, sondern auch noch viele Tausend Trainingskilometern auf dem Ergo und im Boot erfolgreich meistern müssen.

Blickrichtung Tokio 2020

Den sportlichen Höhepunkt der internationalen Wettkämpfe bildet dann die Ruder-WM vom 25. August bis 1. September auf dem Donaukanal in Linz, bei der es nicht nur um Titel und Medaillen geht, sondern die für die Rudernationen bereits die Boots-Qualifikationsregatta für die Olympischen Spiele in Tokio bedeutet. Drücken wir die Daumen, dass Julius Peschel, Carlotta Nwajide und Frauke Hundeling sich für die Welttitelkämpfe qualifizieren können. Unsere Unterstützung wäre dank guter Flug-, Straßen- und Zugverbindungen nach Östtereich innerhalb eines halben Tages Anreise aus Hannover aus sichergestellt.

Frauke Hundeling, Carlotta Nwajide, Julius Peschel, v.l.n.r. (Archivfoto)

Und schließlich wieder Hannover: Am 3. August soll im Rahmen des Maschseefestes erstmals seit 2014 wieder eine Achter-Sprint-Regatta der Ruder-Bundesliga (RBL) ausgefahren werden. Die RBL-Regatta in Hannover wird die dritte von insgesamt fünf RBL-Regatten der Saison 2019 sein. Alle unsere Sportlerinnen und Sportler, die sich dann nicht oder nicht mehr auf ihre internationalen Wettkämpfe vorbereiten, werden wohl dann auf oder am hannoverschen Binnengewässer anzutreffen sein. Und vom 4. bis 7. September drücken wir dann noch unseren studierenden Mitgliedern die Daumen, die sich für die Europäischen Hochschulmeisterschaften EUC im schwedischen Jönköping qualifizieren konnten.

Wünschen wir unseren Sportlerinnen und Sportlern, Gesundheit, Gück und Erfolg bei der Verwirklichung ihrer Reisepläne!

PS. Nicht auszuschließen ist übrigens, dass sich noch mehr oder andere oder vielleicht auch weniger unserer in diesem Text namentlich erwähnten Sportlerinnen und Sportler für erwähnte und nicht erwähnte internationale Wettkämpfe empfehlen. Schön wäre natürlich, wenn es mehr würden! Nicht auszuschließen ist natürlich auch, dass sich der sportliche Erfolg in dem ein oder anderen Fall leider nicht einstellt. Insofern ist dieser Text bitte mehr als eine touristische Reisebeschreibung zum Jahresstart zu verstehen, als eine kraftmeiernde Soll-Vorgabe oder eine fundierte trainingswissenschaftliche Vorausschau.

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